#34 - Mittelohr - chronisch entzündliche Erkrankungen
Shownotes
Hals über Kopf – ein Podcast über alle Themen der HNO.
In der dritten Folge zum Themenblock Mittelohr Sprechen wir über Krankheitsbilder, die zu einer chronischen Entzündung im Mittelohr führen, genauer über die chronische meso- und epitympanale Otitis media und über den Adhäsivprozess.
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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu Folge thirty-four von Hals über Kopf, dem Podcast über alle Themen in der Halsnasenordnerhalkunde und Kopfhaltschirurgie.
00:00:22: Mein Name ist Tobias Albrecht und bei mir sitzt mal wieder Stefan Wolpert.
00:00:27: Hallo Stefan!
00:00:28: Hallo Tobias!
00:00:29: Heute sprechen wir weiter über unser geliebtes Thema Mittelohr und machen genau an der Stelle weiter, wo wir letztes mal aufgehört haben.
00:00:36: Und zwar bei den entzündlichen Erkrankungen des Mittelohrs.
00:00:40: Also ganz aufgehörig haben wir natürlich nicht bei den zündlichen Entzündungen des Mittelohrs?
00:00:45: Ja aber schon.
00:00:46: Wir haben ja über das genuine Cholesteratom gesprochen.
00:00:49: am Schluss und das ist der Einstieg in die entzünden Erkankung des Mittelohrs
00:00:55: Okay Dann würde ich vorschlagen, dass wir gleich an dieser Stelle drei Begrifflichkeiten einführen.
00:01:01: Und zwar die chronische mesotimpanale Otitis-Media dann die chronischen epitympanale otitis media oder eben auch kolossiatom und als drittes den Attasivprozess.
00:01:15: Ja finde ich gut die drei Begriffe hier einzuführen Auch wenn jetzt der Attasifprozess gar nicht so eine klassische Entzündung von Mittelhäuser ist, zumindest wird es häufig nicht so aufgeführt.
00:01:26: Aber aus didaktischen Gründen und schlussendlich auch später chirurgischer Sicht ist das glaube ich wichtig.
00:01:31: Und vielleicht hier nochmal Das ist nicht das was wir in Lehrbüchern finden würden Die würden es vielleicht anders aufteilen aber Ich finde es aus praktisch-chirurgisch oberärztlicher Sicht sinnvoll.
00:01:46: Wir bezeichnen diese Erkrankungen, auch hier nur in Deutschland so.
00:01:49: Im englischsprachigen Raum würde man zum Beispiel ein Paukenaguss als chronische Mittel- oder Entzündung bezeichnen was er an sich ist.
00:01:57: aber es ist eben eine kleine selbst limitierende Erkankung die wir meistens mit einer Passagierenbehandlung oder einer Parazintese hin bekommen abzugrenzen von den Themen die wir heute beleuchten.
00:02:10: Da muss man immer aufpassen wenn man die Englischprache Literatur liest dass man da nicht die chronische Orthydrisch-Media mit und ohne Ephusion, das wir da nicht durcheinander kommen.
00:02:21: Die Ohne ist eben der Paukengagus und keine wirkliche
00:02:24: Entzündung.".
00:02:25: Genau!
00:02:25: Das ist eben den Punkt Literatur Englisches wichtig.
00:02:29: aber man muss immer gucken, dass man nicht Äpfel mitbirnen vergleicht.
00:02:31: Wir hatten ja auch schon mal gesprochen über Tumor-Klassifikationen Dass sie im englischsprachigen Raum eben anders sind als in Deutschland.
00:02:37: Es wird jetzt immer mehr vereinheitlicht Aber die Begrifflichkeiten sind nicht überall gleich.
00:02:42: Okay, zurück zu unserem Mittelohr.
00:02:44: Wir hatten in den letzten Folgen schon gesagt es gibt unterschiedliche Bereiche des Trommelfelts.
00:02:49: wir haben umrandet vom Anulus Fibrosus das Mesotempernon also der Bereich vom Trommefeld der gespannt ist die Passzänzer und es gibt den EP-Tympernalenbereich Also die Passflaxidae.
00:03:05: Und wenn wir jetzt eine Perforation im mesotempennalen Bereich haben dann sprechen wir eigentlich in der Klinik von einer zentralen Perforation.
00:03:16: Und dann ist es eben eine chronische mesotimpernale Otitis-Media
00:03:22: Genau und das ist jetzt die erste wichtige Begrifflichkeit, und die zweite ist eben die epithyminelle Otitis Media, die davon eindeutig abzugrenzen ist.
00:03:31: Ist ein anderes Krankheitsbild und die entsteht vordergründlich wahrscheinlich durch Unterdruck im Mittelohren, da kommt es eben zu einer Retraction von diesem epithympanalen Bereich, dieser PAS-Flazida die eben schwächer ist.
00:03:47: Und weil es eine Retraktionstasche ist, die sich hier bildet und kein Loch im eigentlichen Sinne sprechen wie wir jetzt so ganz pingelig sind auch eher von einem Defekt.
00:03:56: Und bei nem Druckausgleich würde hier typischerweise dann auch keine Luft aus dem Gehörgang kommen.
00:04:02: Bei der chronischen Otitis media mesotempanales wo wir den defekten haben kommt quasi beim Valsalwarpweifz aus dem Ohr.
00:04:12: Hier ist nochmal mal eine spitzfindige Frage, eine Trommelfeldperforation?
00:04:16: Eine reine Trommelfeldperforration ohne Anhalt für Entzündung?
00:04:20: Würdest du dieses Krankheitsbild auch als eine chronische mesotimpanale Otitis-Media bezeichnen?
00:04:25: oder gehört dafür dich dazu dass man ein Schleimerproblem hinten dran hat und das es ab und zu mal läuft oder Probleme macht?
00:04:33: Ach du Scheiße, hier ist es sieben Uhr morgens vor der ganzen OP-Tach und jetzt kommen so Fragen.
00:04:38: Ich
00:04:38: habe gut geschlafen!
00:04:39: Das
00:04:40: ist ja fast schon philosophisch.
00:04:42: Ja also tatsächlich bezeichnen wir das als chronische Mesotympanale Othitis Media auch wenn da nur ein Loch ist und wir im Moment keine Entzündungszeichen sehen.
00:04:54: aber es gibt diese ganz reizlosen Perforationen die möglicherweise auch ganz klein sind und überhaupt kein Ärger machen, wo keine Feuchtigkeit eintreten kann.
00:05:05: Weil das Loch zu klein ist zum Beispiel ob man das dann auch so bezeichnet weiß ich nicht.
00:05:09: wir müssen in der Klinik ein bisschen den Kategorien denken und ich glaube wie sollten es dann einfach so bezeichen?
00:05:14: Gut ich glaube jetzt bist du wach aber ich denke schon dass das dem einen oder anderen höre auch im Kopf mal rumgegangen ist.
00:05:20: Jetzt haben wir's geklärt oder eingeordnet.
00:05:23: Ja, das ist schon gut.
00:05:24: Aber es ist auch gut wenn man sieht dass wir auch in der Klinik und wir sind ja Kliniker auch ein bisschen um manche Sachen ein bisschen rumeiern.
00:05:31: bei der Begrifflichkeit Cholesteatom da kommen wir nachher noch zu aber auch bei der begrifflichkeit Attesivprozess.
00:05:38: Die hatten wir jetzt hier noch gar nicht eingeführt Es war jetzt ja der dritte Begriff
00:05:43: Genau Und im Grunde hatten wir die Pass Tänzer mit einem Loch.
00:05:47: Wir hatten die pass Flachse da die eingezogen ist und jetzt haben wir die pass Tänzer, also dem mesotimpernalen Bereich der eingezogen ist und letztlich der Kontakt bekommt zum Beispiel langen Ambusvorsatz oder zum Promontorium.
00:06:02: Und das ist dann der Attasivprozess?
00:06:04: Das ist dann Der Attasifprozess genau!
00:06:06: Aber auch da gibt es sehr unterschiedliche Ausprägungen.
00:06:09: Teilweise ist es sogar so dass man denkt dessen totaler Trommelfeld-Effekt vorliegt.
00:06:13: er sagt der Assistent Da fehlt alles, da ist ein komplettes Loch.
00:06:17: Und dann schaut man rein und sagt, da ist gar kein Loch.
00:06:19: Überhaupt nicht!
00:06:20: Da ist alles komplett eingezogen.
00:06:21: Es sieht aus wie so ein Plastinaat, diese Spielzeuge die quasi einmal in Plastik eingeschweißt sind.
00:06:26: Sieht man den Stapis?
00:06:28: Den Amboss?
00:06:30: Die komplette Mittelohranatomie was sehr schön ist aber sehr ärgerlich weil es sehr fummelig zu operieren.
00:06:38: Du hattest vorhin schon gesagt, diese Attessivprozesse sind nicht unbedingt entzündlich.
00:06:43: Aber du hattest auch schon gesagt, das passt eigentlich ganz gut in diesen Kanon von Meso- und epithympanalen Problemen.
00:06:50: Ja wenn wir jetzt über Attasivprozess im Mesotympanal sprechen, das Kohlesteatom ist am Anfang in der Regel eben auch eine Art epithympannaler Attasifprozess und es am Anfang auch nicht entzündet.
00:07:01: also zumindest sieht man die Entzündung nicht.
00:07:04: später bildet sich ja dann diese Matrix die dann die Knochenenzüme also sie knochen auf dauernden Enzyme ausschüttet.
00:07:13: Aber am Anfang ist das nur EpiT, was da oben eingezogen ist.
00:07:16: und wenn wir so eine Retraktionstasche haben unterscheiden wir dass erst mal klinisch am Anfang quasi nach der Frage gefährlich oder nicht?
00:07:24: gefährlich ob die noch übersichtlich ist oder nicht.
00:07:28: und das kann man damit den Mikroskop machen.
00:07:29: ich bevor sogar eigentlich dann ein Endoskop muss man eben aufpassen dass man nicht irgendwo im Mittelohr landet mit dem Endoskop.
00:07:37: aber Genau, damit kann man das in der Regel ziemlich gut überblicken.
00:07:41: Das kommt des türkische was tatsächlich der Attasivprozess und ich nenne es mal Präkolesteratom gemeinsam haben.
00:07:49: deswegen finde auch das passt alles ganz gut dass wir das zusammen besprechen.
00:07:53: am Anfang machen die häufiger keine großen Symptome also weder der Attassivprozesse noch die epithymionale Retraktionstasche.
00:08:00: Die werden vom Patienten von der Patientin nicht großartig bemerkt
00:08:05: genau Und das ist dann eben auch der Unterschied zwischen dem Prä-Kollisteratom und den Kollisteratomen.
00:08:11: Ich kann mich noch gut erinnern, als ich mich auf Staatsexamen vorbereitet habe – ich wollte ja HNO machen, die Otologie war schon immer für mich sehr spannend – wollte ich ganz genau wissen was jetzt die Definition von Kollisteratem sind?
00:08:24: Wie sind Einteilungen?
00:08:26: Da gibt es eben unterschiedliche Definitionen Und wenn man es versucht, auf eine sehr einfache Formel runterzubrechen ist das verhornendes Plattenepithel ins Mittelohr einwächst.
00:08:38: Das ist natürlich streng genommen auch bei einem Adhensivprozess der Fall und deswegen ist vielleicht am einfachsten zu sagen dass eben das klassische oder primäre Cholesteratom diese epitemponale Retraktionstasche ist bei der sich dann Hornschuppen in diesem Sack gefangen haben.
00:08:57: die können also nicht mehr raus und die fangen dann an osteolithische Enzyme auszuschütten.
00:09:02: Und da das oben Knochenkontakt hat, werden diese Knochan angedaut.
00:09:08: Mein Freund Stefan Plonke sagt immer, dass ist der Karies vom Mittelohr.
00:09:13: Das ist im Prinzip auch eine total gute Erklärung für die Patienten.
00:09:17: Dann verstehen sie auch, das kriegst du eigentlich nur mit dem Bohrer raus.
00:09:25: um es nochmal ganz klar einzuordnen.
00:09:27: Nicht, dass wir jetzt viele Zuschriften kriegen und das heißt Stefan sagt kolesterol und Adhesivprozesse ist irgendwie derselbe.
00:09:35: Entscheidend ist eben nicht, dass dieses verordene Platnebeteal irgendwo anliegt also im Mittelohr.
00:09:43: Das ist ein Teil davon.
00:09:44: aber das entscheidendste ist, dass die Selbstreinigung ausfällt.
00:09:49: Also diese selbstreinigende Funktion des Ohrs kann nicht stattfinden, dann haben wir diese Keratin-Retenzion und dadurch eben dieses potenziell destruierende Wachstum.
00:10:00: Und dann ist es ein Colossiatom.
00:10:02: Also das ist nicht nur entscheidend wo ist Plattenepithel?
00:10:06: aber auch.
00:10:07: Wie du gesagt hast, dann entsteht eben dieses klassische Colossiatom.
00:10:11: Wir haben einen Platteneptil im Mittelohr Das reinigt sich nicht.
00:10:15: Wir haben die Destruktion und das bildet häufig so Weiße Perlen, deswegen ein altdeutscher Begriff für Kohlestertom ist auch das Perl gespulst.
00:10:26: Weil es eben so eine weiße Matrix hat und es schimmert so ein bisschen Und die osteolytischen Enzyme knabbern dann eben sukzessive den Knochen weg und das kann Probleme machen.
00:10:37: Genau!
00:10:40: Wir machen in der Diagnostik heutzutage früher als ich angefangen habe übrigens nicht Machen wir einen CT Und im CT kann man häufig dann schon auch die Osteolysen sehen, zum Beispiel am Gehörgang.
00:10:52: Da gibt es quasi der angrenzende Teil vom Gehörtgang, der da so spitz endet das sogenannte Skutum.
00:10:59: Kann man sehen dass das in Prinzip weggedaut ist häufig oder man kann schon sehen dass die Osickel destroyiert sind oder Teildestruiert sind insbesondere
00:11:09: am
00:11:09: Amboss und auch am Hammer.
00:11:11: Der Stab ist meistens später dran
00:11:14: Ja und das kann ja noch einiges mehr angedaut werden.
00:11:17: Wir hatten jetzt schon mehrfach darüber gesprochen, wir haben den Fazadeskanal.
00:11:20: der kann natürlich angedauert werden.
00:11:22: Die Bogengänge sind auch aus Knochen und dann noch weiter die Latterobasis.
00:11:28: und wenn man das einfach so lässt und sich das entzündet und der Knochern weggedaut ist, dann gibt es eben häufig auch dann Entzündungen.
00:11:37: wie zum Beispiel in Hinabstes ist man früher teilweise auch gestorben.
00:11:43: Und ich kann mich noch erinnern, in meiner Vorlesung hieß es dann immer die bekannteste Persönlichkeit, die am wahrscheinlichsten an einer Folge eines Colosseathobens gestorbt war Oscar Wilde.
00:11:56: und wenn man das heute sagt, dann gucken einfach alle an und keiner kennt mehr Oscar Wildes.
00:12:01: aber
00:12:03: Ich bin doch immer jünger.
00:12:07: Du bist da, du kennst Oscar Wilde noch und du kennest die Geschichte wahrscheinlich auch?
00:12:11: Ich bin Dorian White.
00:12:13: aber ja das mit dem Kulisseatom mit den Knochen andauen ist ganz spannend dass man wenn man ins Ohr reinschaut häufig dann die weichen Strukturen wie den Facialis, die Dura oder auch die Bogengänge sind in der Regel erhalten Und teilweise ist das wie wenn man so ein Ei in eine Essig rein schmeißt und dann bleibt diese Eihaut übrig.
00:12:36: So sieht es da manchmal auch aus, dass da einfach alles weggefressen wurde und man sieht dann diese weichen Strukturen drunter.
00:12:43: Da muss man sehr aufpassen, dass man eben auf die Landmarken achtet bei der Operation.
00:12:48: Das ist vielleicht ein bisschen Glück, dass das Kulisseatom häufig dann eben die nervalen Struktoren exponiert aber nicht verletzt meistens.
00:12:58: Okay, das ist jetzt vielleicht eine sehr spezielle chirurgische Sichtweise dazu.
00:13:03: Vielleicht nochmal für die Diagnostik und die typische Klinik?
00:13:07: Der Klassiker ist neben der Hörminderung eben die Fötideotorö.
00:13:12: Also im Endeffekt fragen wir was aus dem Ohr gelaufen kommt.
00:13:16: Möffel des Arks oder sagen die Patienten häufig es stinkt dann und das ist so ein ganz klassisches Zeichen.
00:13:25: Ja, ein absolut starker Hinweis oder wie man jetzt sagt eine Red Fleck für einen Cholesteratom wäre eben dieses Müffelnde aus dem Ohr.
00:13:33: Es ist natürlich nicht beweisen da muss mal aufpassen.
00:13:36: es ist sehr suggestiv auch in Stadtsexamtsfrankt aber es ist nicht beweise.
00:13:40: es gibt natürlich auch mehr so tympanale OTT-Dien bei denen es auch zu einer Futidenuteröke kommen kann.
00:13:48: Aber das ist nicht so typisch und es ist kein Beweis relativ starkes gutes Kriterium.
00:13:56: Und das Schöne in der H&O ist ja, wir können fast alles direkt angucken und auch im Stuhl angucken.
00:14:02: Deswegen ist eben nicht nur die Anamnese so wichtig sondern dann auch die Diagnostik.
00:14:07: Das läuft normalerweise einfach über eine Autoskopie.
00:14:12: Dann schaut man sich das Ohr an und entweder man sieht einen zentralen Defekt oder eben eine nicht überschaubare oder tiefe epithympanale Retraktionstasche.
00:14:23: Genau, und da ist ganz wichtig das Ohr penibel putzen.
00:14:27: Da war ich hier Assistent im ersten Jahr.
00:14:29: Da habe ich dem Chef ein komplexes Ohr vorstellen sollen weil der Oberarzt damit überfordert war.
00:14:35: Er hat gesagt so jetzt putzen sie das Ohren nochmal und kommen zehn Minuten wieder!
00:14:39: Weil es halt wichtig ist man sieht dann kleine Sachen im Gehörgang unter Umständen nicht und kann dann so eine Retraktion Tasche auch mal übersehen.
00:14:48: also was ist denn bei den Cholesteatom?
00:14:50: immer wieder auch gibt, gerade wenn die so ein bisschen entzündlich sind.
00:14:54: Sind sogenannte Signalpolypen.
00:14:56: das heißt man sieht epithymanal wie eine kleine fleischige Granulation und das ist auch ein sehr sehr sicheres Zeichen für den Cholesteratom.
00:15:07: Das ist natürlich jetzt nur die halbe Wahrheit.
00:15:09: ganz einfach ist es auch nicht klar Cholestiatome können auf Basis von epithympanalen Retraktionstaschen entstehen.
00:15:18: Es gibt aber auch Kollesiatome als eine Art Komplikation von einem Attisivprozess oder eben auch Iatrogen nach Operationen.
00:15:28: Oder das Plattenäpital wächst durch die Tommelfeldperforation ins Mittelohr durch, oder wir haben eine Versprengung vom Platten-Eptel im Mittelohrer – Das wäre dann das genuine Kollesietom!
00:15:42: Ja, das Genuine Cholestiatome ist wirklich so ein Sonderfall vor dem wir auch alle ziemlich großen Respekt haben.
00:15:48: Weil das wird relativ spät erst erkannt häufig da es ja des Trommelfell intakt.
00:15:54: Das sind eben häufig Kinder.
00:15:55: da denkt man häufig dass in Pauken Ergüsse oder schlechte Belüftung vom Ohr und die scheint da jetzt keine so große Rolle zu spielen.
00:16:04: Und außerdem haben wir bei einem klassischen epithyponalen Cholesteratom So ein Pfad der Entstehung, das heißt wir haben die Retraktionstasche und die Tübingerschule.
00:16:13: Das ist eben eine der berühmten Ohrschulen darf man hier glaube ich sagen verfolgt des Kollisteratom entlang des Entstehrungsprozesses.
00:16:21: Sprechen wir nochmal bei der Kanal-Wall Down Technik drüber.
00:16:25: Und beim Genuinenkollisteraton da ist halt im Mittelohr unter Umständen das überall versprengt, das wächst in alle Ritzen rein und ist extrem übel also hat auch ne Nicht so gute Erfolgschancen, muss man sagen.
00:16:39: Genau weil es eben nicht diesen Entstehungsweg hat kann das prinzipiell überall im Mittelohren stehen wächst wie du sagst sind alle Ritzen rein und das macht's eben auch wenn was operativ angeht geht das mit einer hohen Rezediefrate einher weil man das nicht so gut entfernen kann.
00:16:57: Ja genau, also der Rezedivrate ist das eine und das andere ist eben aber auch die Komplikationsrate.
00:17:02: Und zwar gibt es die Prä-Peri- und Postoperativ.
00:17:05: Also du kannst eben in jeder zu jedem Zeitpunkt da schon mit Komplicationen diese Entzündung in Kontakt treten und sie sind da wesentlich häufiger.
00:17:16: Wichtiger Punkt, Kompliktion.
00:17:18: Wir hatten in Folge Vierundzwanzig schon über Kommunikation der akuten Mastveditis gesprochen.
00:17:23: Da hatten wir Hirnabstess, Facialesparäse, Labyrinthitis, Ertaubringen, Schwindel, Sinusvenendrombose.
00:17:30: und das kannst du eigentlich auch alles beim Colosseathom haben?
00:17:35: Genau!
00:17:35: Das ist im Prinzip genau das Gleiche.
00:17:39: Vielleicht ist die Gewichtung einer anderen.
00:17:41: Beim Colossearthom ist besonders der Nervous-Facialis und der lateralen Bogengang gefährdet, also da sieht man am häufigsten eben Defekte.
00:17:50: Und was natürlich noch wichtig ist, es ist die Laterobasis, dass man die Dura sieht.
00:17:55: Da vielleicht die erste wichtige Take-home Message für heute?
00:17:58: Weil das Cholesteratom den Knochen andauen kann, ist in aller Regel zur Vermeidung von Komplikationen, sei es jetzt intraberativ oder postoperativ, in der präoperativen Planung beim Cholsteratomverdacht ein Felsenbein CT wichtig, um eben die genannten Strukturen besser beurteilen zu können.
00:18:20: Ja aber muss ich halt klar machen dass der faciales möglicherweise komplett in seinem tympannalen Verlauf also im Mittelohr freiliegt und überhaupt gar nicht von der Funktion beeinträchtigt ist bislang!
00:18:32: Und wenn man jetzt bei der Operation in dieses entzündliche Konglomerat reingeht und das ist ja alles Weichgewebe dann blutet es auch fürchterlich häufig was Entzündliches dann kann man den gar nicht so richtig differenzieren.
00:18:45: Und wie ich schon sagte, die Facialisparese bei Colestia tompatienten.
00:18:50: Präoperativ ist extrem selten aber Introoperativ kann es schon in seltenen Fällen mal passieren.
00:18:57: also das ist meiner Meinung nach das Risiko in der Operation den zu verletzten größer als dass er vorher schon verletzt ist.
00:19:05: und auch bei der Dura ist es so.
00:19:07: da findet man häufig ganz weit flächig freigelegte Bereiche Und die haben überhaupt gar keine Symptome.
00:19:14: Also natürlich können sie mit der Zeit auch einen Hirnabstess entwickeln, aber wenn die Dura ganz weitläufig frei gelegt ist – die Patienten merken das häufig gar nicht – beim Bogengang ist es anders.
00:19:23: da spüren die relativ rasch Schwindel.
00:19:26: Der Bogen-Gang macht wahrscheinlich als erstes Symptom.
00:19:29: Daher auch wieder hier eine Testung bei Verdacht auf Cholesterolmen, die wir immer machen.
00:19:35: Wir testen auf das sogenannte Fistelsymptomen.
00:19:38: Das heißt entweder du lässt den Patienten Ballalvermanöver machen Und schaust ihm in die Augen und guckst, ob dann das Takmus auftritt.
00:19:45: Oder wir geben einen Überdruck oder ein Unterdruck auf den Gehörgang.
00:19:50: Das kann man mit so einem Polizerballon machen.
00:19:52: Dann kann man eben schauen, ob der Patient Schwindel empfindet?
00:19:56: Das hast du jetzt wunderbar erklärt!
00:19:58: Ich finde auch, dass Fistelsymptom ist etwas was man sich merken sollte weil es häufig nicht gemacht wird in einer klinischen Untersuchung schon vor den CT sehr schön anzeigen kann, wie weit das vorangeschritten ist.
00:20:13: Wir machen natürlich auch immer ein Hörtest.
00:20:15: der gibt eine ganz gute Orientierung.
00:20:19: Wie weit die Kette destruiert es?
00:20:20: Man sollte aber immer noch mal den Stimmgabeltest machen und interessanterweise kann man darüber fast besser differenzieren ob die Ketten durch ist oder nicht.
00:20:28: also wenn der Rinn negativ ist dann ist die Kett in aller Regel beim Amborst durch.
00:20:33: Jetzt sind wir schon sehr stark wieder richtig im Cholesteratom abgerutscht.
00:20:36: Wir haben viel besprochen, ist auch wichtig.
00:20:38: es auch von den drei Erkrankungen war schon nicht die übelste und sie ist auch nicht selbst limitierend.
00:20:45: also macht keinen Sinn zuzuwarten das mache keinen Sinn Anibiotika zu geben.
00:20:49: aber ich glaube wir sollten nochmal den Schritt zurückgehen und noch mal eine Einordnung in Bezug auf chronische Mesotympanalotitis und den Adressivprozess machen und was wir da in der Diagnostik sehen.
00:21:02: Genau, ich denke das ist super wichtig und ich prüfe das auch genau so im Staatsexamen ab.
00:21:07: Also ich sage dann Sie haben jetzt eine Patientin vor sich sagen wir mal ein Kind Das hat die und die Befundung am Mittelohr also in dem mesotympanalen Defekt oder den epithympanalen defekt müssen wir jetzt hier eine Operation machen.
00:21:21: Und bei der Mesotympanalperforation ist es sinnvoll kein Wasser ins Ohr zu bekommen einfach weil sich das immer wieder entzünden kann.
00:21:29: aber Man muss die Operation nicht unbedingt machen.
00:21:34: Sie ist sinnvoll, aber man muss sie nicht machen.
00:21:37: Beim Cholesteratom ist es anders, hat schon gesagt, die ist eine nicht selbst limitierende Erkrankung und daher wird mit großer Wahrscheinlichkeit wenn man zuwartet eine gravierende Komplikation eintreten.
00:21:49: also beim Cholsteratom immer zu einer OP zu raten
00:21:53: Genau!
00:21:54: Und das Problem ist ja dann häufig am Anfang dass sie gar nicht so viele Probleme haben teilweise in des Zufalls befunde Und dann verstehen die Patienten gar nicht, warum man jetzt die OP machen muss.
00:22:04: Warum er jetzt nicht noch zwei Jahre wartet und das beobachtet?
00:22:08: Dann erklärt man ihnen ja auch, dass möglicherweise ein Teil der Knöchelchen durch einen Titanimplantat ersetzt wird.
00:22:14: Ja...und dann ist an dieser Stelle das Bild vom Karies im Ohr, das wir ja schon mal erwähnt hatten ziemlich gut!
00:22:22: Denn wenn man den Patienten erzählt, da wird ihr Knochen angedaut wie in Zahn und wir müssen aufhalten, damit es nicht immer weiter geht Dann verstehen die das in der Regel.
00:22:32: Jetzt ist zumindest die Therapie, also müssen wir operieren oder nicht beim Cholesteratom und bei der chronischen Mesotempernalen-Ottitis-Media klar?
00:22:42: Der Attasivprozess liegt irgendwo so in der Mitte würde ich sagen.
00:22:47: Ja, das ist richtig!
00:22:48: Und da ist es auch weniger eindeutig in der Patientenberatung und er würde sich sagen, dass es auch ein bisschen mehr abhängig vom beratenden Arzt – auch hier in der Klinik.
00:22:59: Also ich persönlich tendiere dazu, Patienten mit einem Attensivprozess erstmal durch eine Tumsilitation zu behandeln.
00:23:06: Die wir ja in der letzten Folge besprochen hatten und dann im Verlauf erst gegebenenfalls den Tympanoplastik zu machen.
00:23:15: Es gibt andere Kollegen die dazu raten schon sehr früh direkt die Tympano Plastik durchzuführen also zum Beispiel bei nem spontanen Typ drei und ich bin da erstmal etwas zurückhaltender.
00:23:29: Wer neue Begriffe verwendet, muss ja auch erklären.
00:23:32: Spontant Typ drei ist glaube ich jetzt nicht selbsterklärend, sollten vielleicht nochmal kurz erläutern?
00:23:38: Ja also das werden wir vielleicht noch mal so richtig umfassend bei den chirurgischen Techniken in der nächsten Folge besprechen.
00:23:45: Vielleicht ganz kurz es gibt eine chirurgische Technik bei der Tympanoplastik wo man das Trommelfeld direkt auf dem Steigbügel legt und das ist ein sogenannter Typ Drei.
00:23:56: Und wenn eben das Trommenfeld direkt Kontakt zum Steigbügel beziehungsweise zum langen Ambossforz hat, dann sprechen wir eben von einem spontanen Typ III ohne Operation.
00:24:05: Das ist die Erklärung.
00:24:07: Gut ich glaube soweit wird es auch klar.
00:24:09: eine weitere Tiefe müssen wir nicht gehen.
00:24:11: Tympano Plastik schaffen mir denke ich dieses mal auch nicht mehr würde ich sagen operative Therapie.
00:24:18: das ist was für die nächste Folge.
00:24:21: Sprechen wir doch noch ein bisschen über die Ursachen.
00:24:24: vielleicht zunächst einmal Ursache Mesotympanalotitis-Media.
00:24:29: Also eine zentrale Trombefälleperforation, die keiner viele Ursachen
00:24:34: haben.".
00:24:34: Ja wir haben ja schon über einige Ursachen gesprochen in der Vergangenheit also zum Beispiel Zustand nach Parkenröhrchen oder Tätjups und das sind eben Kinder, die eine schlechte Mittelurbelüftung haben und sie haben auch ein Risiko für den Kollisertom.
00:24:48: Also muss man immer auch gucken.
00:24:52: Bei den Kindern, die einen Paukenröhrchen hatten oder ein T-Tube und dann eine mesotimpanalen Defekt davontragen kann man ja fast sagen dass dieser mesotimpanale Defekt im Trommelfell möglicherweise die Kinder vom Choleseatom schützt.
00:25:09: Wunderpunkt oder schwieriges Thema.
00:25:12: da bekommen ich oft Kinder präsentiert die in zentralen defekt im trommelfel haben und bei denen der operativ verschlossen werden soll Können nicht schwimmen gehen oder stört.
00:25:26: Und es ist dann manchmal aber einfach noch nicht der richtige Zeitpunkt, weil die Kinder durch dieses Loch an sich wie so eine Art Dauerpaugenröhrchen haben könnte man sagen und einfach ein günstigeren Druck im Mittelohr haben.
00:25:41: Das ist richtig!
00:25:42: Ich glaube dass diese Kinder dann vor größeren Problemen geschützt werden im Verlauf das heißt von einem Kohlestertom oder auch zu einem Argenattensivprozess.
00:25:53: Das heißt nicht, dass man ewig warten soll aber unter Umständen ist es nicht sinnvoll wenn das Paukenröhrchen rausgeflogen ist.
00:25:59: Das Kind ist vier Jahre alt und sagt okay wir machen jetzt sofort das Loch zu wenn er dauernd wieder Ergüsse bekommt oder eben eine sehr starke sehr schlechte Belüftung hat vielleicht dann erst mal noch ne Tumdilatation machen
00:26:12: andere Ursachen für eine Mesotempernale Autitis-Media wie Oscar Wildes vielleicht gesagt hätte eine Backpfeife
00:26:19: Ein
00:26:20: klassischen Schlag aufs Trommelfell.
00:26:23: Das kann natürlich auch passieren beim Sprung vom Beckenrand oder vom Fünf- oder Zehnmeterbrett und man kommt falsch auf, oder der Klassiker Tutip also Wattestäbchen die eigentlich im Ohr nichts verloren haben.
00:26:36: Genau gibt auch so ein paar abgefahrene Sachen zum Beispiel die berühmte Schweißperle Also von so einem Metallschweißgerät Die ins Ohr fetzt Oder eine Fräse bei der dann eben Metallteile durchgefräßt werden und die ins Ohr geschossen kommen.
00:26:53: Und was ich einmal hatte, das werde ich nie vergessen so ein Baumkletterer, die klettern so an Bäumen hoch und sägen dann mit so Kreissägen die Äste ab für die Stromleitung und für die Skilifte.
00:27:05: Der hatte in so einem Steigseil ist dem einen Ast ins Ohhr gefeuert und hat den Kerottes perforiert.
00:27:12: Zwar ein Weihnachten, das weiß ich noch.
00:27:13: Ich hatte Vordergrunddienst.
00:27:15: also es gibt auch solche Perforationen.
00:27:19: Okay, dass ist dann aber der Colipri
00:27:21: Passend
00:27:22: zum Baumsteiger.
00:27:25: Das war jetzt alles.
00:27:26: Ursachen von außen.
00:27:28: Es gibt auch Ursachen von innen.
00:27:30: Statt gab die Mittelohrenzündung oder eine wiederkehrende Mittelohrernzündungen und Der Druck wird zu groß.
00:27:36: das Rommelfall reißt um den Druck abbauen zu können Und dann kann natürlich der Trommelfall defekt bestehen bleiben.
00:27:43: Genau, also ich würde sagen am häufigsten weiß man gar nicht so genau wo es hergekommen ist ne?
00:27:49: Ursache für chronische Ortitis Media Mesotempernalis abgehandelt.
00:27:54: Ursachen für das klassische Retraktionskolosseratom würde ich sagen.
00:28:00: ist wahrscheinlich eine Minderbelüftung korrekt?
00:28:04: Ja Also es gibt da noch andere Theorien, ich habe da auf Kongressen alle möglichen kruden Sachen gehört.
00:28:10: Die möglicherweise teilweise auch ihre Berechtigung haben.
00:28:13: aber wenn man jetzt sich mal die ZT-Bilder von Patienten mit Kollestiatom anschaut sieht man ganz häufig eine Minderpneumatisierung vom Mastoid.
00:28:21: also das Mastoid ist ja im Prinzip sowas wie die Nebenhöhle vom Mittelohr und in der Entwicklung ist diese Pneumätisierung auch abhängig davon wie gut das Ohr belüftet ist.
00:28:32: Das ist natürlich nur ein indirekter Hinweis, aber wenn man schon sieht okay diese Mastoizellen sind sie de facto gar nicht belüftet und dieser Patient hat einen Cholesteatom dann sehe ich als Kliniker und Wissenschaftler natürlichen Zusammenhang.
00:28:43: Und das sieht man ganz häufig so.
00:28:45: Deswegen würde ich das unterschreiben dass in den allermeisten Fällen bei dem klassischen epithyponalen Cholesteratomen eine Belüftungsprobleme die Ursache ist.
00:28:54: Das lässt sich ja auch logisch erklären.
00:28:56: Also ein Unterdruck in einem Bereich führt doch eher dazu, dass was zurückgezogen wird.
00:29:02: Es passt schon und die Pneumatisation das machst du jetzt schon ein recht überzeugendes Indiz?
00:29:09: Ja das stimmt.
00:29:10: aber es ist zum Beispiel mit den Attesivprozessen hier an sich desgleiche.
00:29:15: also die entstehen ja auch durch eine so schlechte Belüftung wieso wird's bei dem einen Cholesteratom mit Attensivprozess.
00:29:25: Ja, und ich glaube da endet unser klinisches Wissen und es beginnt so ein bisschen die offene Forschungsfrage.
00:29:33: also auch hier in der Klinik im Bereich der HNO.
00:29:38: eben wissen wir noch nicht alles um.
00:29:40: man muss wissenschaftlich arbeiten und es gibt noch ein bisschen was zu tun um vielleicht eben diese Frage zu klären.
00:29:47: aber bevor wir zu philosophisch werden kann man zurück zum Symptom.
00:29:53: Also wir haben jetzt die Ursachen, wir haben schon viel über die Therapie gesprochen und was therapiert werden muss um etwas nicht.
00:30:01: Beim Kollisteratom hatten wir ja schon über dieses Leitsymptomen oder diese Red Flag der Fertiten Autorö gesprochen.
00:30:08: Eine andere Symptome kann aber auch eine Hörminderung sein.
00:30:11: beim Kollosteratom ist ja häufiger ein Problem bei den Osickeln also eine Arusion dadurch eine Schallleitungsschwerigkeit.
00:30:19: Bei der mesotimpernalen Perforation sind die Ossickel ja nicht unbedingt angegriffen.
00:30:25: Ja, also natürlich gibt es das bei der mesotimpernalen OT-Dysmedia auch.
00:30:30: Es gibt auch Probleme mit den Osickeln, die können auch mal destruiert sein.
00:30:34: Das kann auch sein dass man diese gefürchtete Tympanosklerose hat.
00:30:38: dann ist so eine Art Knöcher in der Zuckerguss im Mittelohr und die ganze Kette ist einfach rigide.
00:30:44: Aber das ist sicherlich nicht die häufigste Ursache.
00:30:47: Ja ein... Also es ist natürlich so, es fehlt etwas Trommelfell bei der Perforation.
00:30:56: Das heißt, man könnte auch denken die Schwingungseigenschaften vom Trommelfeld sind das Problem.
00:31:01: Wichtiger ist aber wo die Perforration ist und das hängt natürlich dann indirekt mit der Größe zusammen.
00:31:08: Wenn die Perforation so gelegen ist dass der Schall sowohl aufs Trommelpell als auch auf das Rundefenster treffen kann also auf beides gleichzeitig wenn man durch die Pervoration das Rundenfenster sehen kann kann es eine Interferenz geben und das führt am Ende dann dazu, dass auf die Hörschnecke der Schall von zwei Seiten eintrifft.
00:31:29: Und das führt dann zu einer Hörminderung.
00:31:32: Natürlich ist die Schwingungsfähigkeit und die Schallaufnahme bei Trommelfeldperforationen mit eingeschränkt aber eigentlich nur wenn da fast das ganze Trommelfeld fehlt.
00:31:44: also auf die Lage der Perforation kommt es besonders an.
00:31:48: Und bei diesem Effekt, den du gerade beschrieben hast, spricht man auch von der Schallprotektion des runden Fensters.
00:31:55: Das heißt, bei der Wiederherstellung an dem Trommelfellverschluss wird einmal die Barriere wieder hergestellt zwischen Mittelohren außenwelt aber eben auch die Rundfensternische vor einer Schallexposition geschützt.
00:32:10: Genau das ist dann auch der Effekt.
00:32:12: wenn wir diese Zigarettenpapierchen aufkleben, die ja wohl nicht so richtig mit schwingen Dann hören sie dann sofort besser, die Patienten.
00:32:20: Okay ich denke das war schon wieder eine spannende Folge und die müssen wir erst mal wieder ein bisschen verdauen heute morgen und bevor wir dann das nächste Mal über die Therapie sprechen also explizit vor allem über Operationen was ich auch total cool finde.
00:32:39: okay Dann würde ich mich wieder einmal an einer Zusammenfassung versuchen.
00:32:46: Wir hatten heute die drei wichtigen chronischen Mittelorbefunde besprochen und versucht voneinander abzuklänzen in sowohl Klinik wie auch Behandlungstränglichkeit, als auch der Therapie.
00:32:59: Wir hatten die chronische mesotempernale Ortitis-Media – die zentrale Perforationen in der Paztensa.
00:33:07: Wir haben das Coliseatom als gefährlichste destruierende Erkrankung meist eben auf dem Boden eine Retraktionstasche bei Unterdruck und werden so das Zwischending, den Attasivprozess, Trommelfallis eingezogen hat Kontakt zu Mittelohrstrukturen.
00:33:23: Und entscheidend ist der klinische Befund eben sehr unterschiedlich ist heißt wir können das gut in der Untersuchung sehen.
00:33:31: die mesotymionale Perforationen ist keine große Gefahr.
00:33:35: beim Attasifprozess hast du gesagt es ist ein bisschen individuell.
00:33:39: man muss gucken wann man was macht.
00:33:41: man kann tuben delatieren man kann operieren.
00:33:44: Cholesteratom ist nicht selbstimitierend, das muss man operieren.
00:33:48: Und vielleicht nochmal so die Redflex.
00:33:51: zum Schluss?
00:33:52: Wann muss man beim Ohr befunden besonders alarmiert sein?
00:33:56: Das heißt wenn ich jemanden habe mit einer übel riechenden Autoröhe... Wenn ich jemande habe der über Schwindel klagt oder natürlich wenn ich jemantensee der dazu eine Facialisparäse hat dann sollte ich auf jeden Fall an Cholsteratomen denken.
00:34:10: und dann haben wir gesagt warum auch ein CT?
00:34:13: Jo, ich würde sagen das hast du wieder tipptopp zusammengefasst.
00:34:16: Es war ein richtiger Paper Abstract.
00:34:19: Hat mir Mühe gegeben!
00:34:21: Dann bleibt mir noch zu sagen... dann war das Folge thirty-four von Hals über Kopf.
00:34:27: Wir hören uns
00:34:29: Tschüss.
00:34:33: Das
00:34:35: ist was wir tun.
00:34:44: Diagnosen Symptoms, keeping you all brand new!
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